Was uns wichtig ist

„Was uns wichtig ist“ beschreibt unsere Werte. Sie geben Auskunft darüber, welche Prinzipien uns in der Art wie wir Gemeinde bauen und leben leiten (sollen). Sie ergeben sich alle aus unseren Glaubensüberzeugungen, sind als Werte aber noch einmal hervorgehoben, weil wir denken, dass sie in unserer Zeit und Situation besonders betont werden sollten.
Wir werden sie wohl nie ganz umsetzen – aber wir wollen danach streben. Sie sollen immer mehr erfahrbare Realität in unserer Gemeinde werden.

Durch das „Evangelium“ verändert werden. Auf uns allein gestellt  sind wir schlechter und boshafter als wir je gedacht hätten. Aber Gott selbst bietet uns Versöhnung an: In der Verbindung zu Jesus Christus sind wir von Gott mehr geliebt und sicherer angenommen, als wir je zu hoffen gewagt hätten.
Was bedeutet das für uns? Das Evangelium befreit zu einem völlig neuen Leben. Zu einem Leben, das sich voll einsetzt für Gottes Ziele. Nicht missmutig und erzwungen, sondern aus überwältigender Dankbarkeit. Zu einem Leben, das uns und anderen Menschen gut tut. Nicht aus schlechtem Gewissen, sondern aus der Erfahrung selbst unendlich beschenkt zu sein. Wenn wir das Evangelium verinnerlichen, werden wir Stück für Stück mehr zu  den Menschen, die Gott sich gedacht hat.

Die Bibel leben. Die Aussagen der Bibel sind nicht einfach Tausende von Jahren alt oder persönliche Meinungen Einzelner. Sie ist Gottes Buch für uns Menschen. Deshalb müssen wir sie immer besser kennen lernen, verstehen – und tun.
Was bedeutet das für uns? Wir wollen unser Denken, Fühlen und Handeln immer mehr von den Wahrheiten der Bibel prägen lassen. Dafür braucht es ein gründliches Nachdenken sowohl über die Bibel als auch über unsere Welt. Nur, wenn beides geschieht, kann die „alte“ Wahrheit der Bibel unser Leben heute verändern.

Mit Mut und in Abhängigkeit von Gott handeln. „Das Gebet ersetzt keine Tat, aber es ist eine Tat, die durch nichts zu ersetzen ist“ (Dietrich Bonhoeffer, Theologe und Widerstandskämpfer im 3. Reich).
Was bedeutet das für uns? Wir unternehmen nichts ohne Gebet um Gottes Führung. Wir tun nichts ohne Vision, Zielorientierung und strategische Planung.

Für einander Familie sein. „Eine der unmittelbaren Veränderungen, die vom Evangelium bewirkt werden, ist eine grammatikalische: ‚wir’ statt ‚ich’; ,unser’ statt ‚mein’; ‚uns’ statt ‚mich’“ (Eugene Peterson). Christen sind Familie. Sie ermutigen einander, spornen gegenseitig an, korrigieren, helfen, tragen.
Was bedeutet das für uns? Wir wollen Anteil nehmen am Leben der anderen, einander helfen und uns helfen lassen. Wir geben den Anderen das Recht, in unser Leben hinein zu sprechen und machen uns aus Liebe die Mühe, das bei ihnen zu tun. Wir sind Botschafter Jesu auch für einander. Damit jeder gesehen wird, treffen wir uns in kleineren Gruppen, wo Vertrauen wächst, Heimat erlebt wird.

Einheit leben. Über unsere Gemeinde hinaus sind wir mit allen Christen weltweit verbunden – wir haben einen gemeinsam Gott, eine gemeinsame Lebensgrundlage in seiner Vergebung, ein gemeinsames Ziel in seinem Plan für diese Welt.
Was bedeutet das für uns? Wir achten auf unsere Herzen und streben in unserer Gemeinde nach offenen und liebevollen Beziehungen. Wir suchen über Gemeindegrenzen und räumliche Entfernung hinweg die Zusammenarbeit mit anderen Christen. Wir wollen einander helfen und Gottes Plan mit dieser Welt gemeinsam voran bringen.

Unsere Stadt und ihre Menschen lieben. Christen sollen die Stadt und ihre Menschen weder verachten (sich zurückziehen), noch spiegeln (sich in allem anpassen) oder nur für ihre Zwecke benutzen. Sie sollen die Stadt lieben, Anteil nehmen an dem, was geschieht, und ihren Mitmenschen Gutes tun.
Was bedeutet das für uns? Wir wollen bewusst in unserer Stadt und mit unserer Stadt leben. Wir wollen uns engagieren, um unsere Stadt durch Wort und Tat zur Ehre Jesu und zum Wohl der Menschen zu verwandeln. Wir wollen uns nicht um uns selber drehen, sondern „Kirche [und Menschen] für andere“ sein (Dietrich Bonhoeffer).

Zu Veränderung und Festhalten bereit sein. Jesus sagt, dass seine Leute „in der Welt leben“, aber nicht „von der Welt“ sind. Wenn Kirche sich nur anpasst, hat sie nichts mehr zu sagen. Aber wenn sie um jeden Preis anders sein will, kann sie niemand verstehen. Gott will, dass seine Kirche nah bei ihm und nah bei den Menschen ist. Dazu muss sie bereit sein, sich ständig zu verändern, weil sich auch die Menschen verändern; und andererseits, als unmodern zu gelten, weil Gottes Wahrheit sich nicht ändert.
Was bedeutet das für uns? Wir wollen nichts wegnehmen von dem, was Gott dieser Welt zu sagen und zu geben hat. Aber auch nichts hinzufügen. Wir wollen auch gegen Widerstand an der Wahrheit festhalten, um Gott treu zu sein. Wir wollen aber gleichzeitig immer bereit sein zur Veränderung, um die Relevanz dieser Wahrheit zu zeigen. Wir wollen nicht an „unserer“ (Art von) Gemeinde festhalten, sondern sehen wie Gott durch seine Gemeinde in dieser Welt handelt.

Bild: www.flickr.de, Aah-Yeah, „Stone Heart Herz aus Stein“ (direkt zum Bild)